Wie verfolgt man Ziele als ängstlicher Mann?

Bist du ängstlich, machst du dir wahrscheinlich oft Sorgen, ob deine Handlungen zu den gewünschten Ergebnissen führen, ob du für dich am besten entscheidest etc. Wenn das der Fall ist, fühlst du wahrscheinlich eine Art Lähmung, die dir die Energie raubt, die du eigentlich bräuchtest, um deine Ziele zu verwirklichen. Wenn du dich hoffnungslos fühlst, steckt dahinter eine Angst, die so bedrohlich scheint, dass du jeglichen Antrieb verlierst.

In diesem Artikel werde ich dir erklären wieso manche Menschen sich mehr Sorgen machen und andere weniger und werde dir eine Herangehensweise mitgeben, die es dir in Zukunft viel leichter machen wird, die es aber auch in sich hat und ganz schön viel Mut abverlangt.

Bist du bereit? Dann lies weiter.

Zuerst mal: Woher kommen diese Sorgen und Ängste eigentlich?

Nur dadurch, dass man etwas erreichen will und sich im Kopf verschiedene Szenarien ausmalt, wie das schief geht. Was in Maßen hilft, sich auf Schwierigkeiten vorzubereiten bzw. Chancen abzuwägen, wird ganz schnell destruktiv, wenn es überhandnimmt. Manche Menschen denken einfach mehr nach und kommen daher auch auf mehr Dinge, die schiefgehen könnten. Außerdem können sie sich in Situationen besser hineinversetzen als andere und erleben diese intensiver. Das führt einfach dazu, dass manche sich mehr negative Situationen ausmalen und diese schlimmer empfinden, bzw. sich diese schlimmer ausmalen als andere, obwohl die Situation objektiv genau die gleiche ist.

Wie schon erwähnt, ist es gut, sich in Maßen Sorgen zu machen, sonst würde eine Menge schief gehen. Man will sich gar nicht vorstellen, was für einen Scheiß man alles verzapfen würde. Schmeiß in diesem Sinn bitte nicht einfach deinen Job hin, um Influencer zu werden und Beauty Produkte zu verkaufen, obwohl du noch nie das Wort „Wimperntusche“ gehört hast. Also: Ein gesunder Menschenverstand ist angemessen. Was zu viel da ist, ist die lähmende Angst, die dich von einem Ziel abhält, das du erreichen willst, auch wenn es dir jetzt noch schwierig vorkommt. Und jetzt verrate ich dir, was du tun kannst, um dieser Angst ein Schnippchen zu schlagen:

Es ist eigentlich ganz einfach:

Vergiss, was du erreichen willst.

Ja, du hast richtig gehört! Vergiss deine Ziele für diesen Moment.

„Stopp!“ höre ich dich rufen, „Gerade eben sagst du noch, man soll sich nicht abhalten lassen, zu handeln und jetzt soll ich auf einmal meine Ziele komplett aufgeben?“.

Gegenfrage: Würde ich diesen Artikel schreiben, um dir mitzuteilen, dass es der beste Weg ist, deine Ziele gleich aufzugeben? Natürlich nicht. Ich möchte dir lieber einen kleinen Trick an die Hand geben, der jedoch wirklich mächtig ist: Höre einmal auf daran zu denken, was deine Handlungen dir irgendwann bringen. Damit hörst du auch automatisch auf, dir auszumalen, was alles schiefgehen wird.

Das bedeutet: Male dir deine Ziele gerne aus und verfolge sie mit vollem Einsatz, aber plane dafür feste Zeiten ein, in denen du dich auf das positive Erreichen des Ziels konzentrierst. Wenn du handelst, sei dagegen präsent. Das gilt vor allem, wenn wieder diese negative Stimmung in dir hochkommt und diese Stimme in deinem Kopf dir zum 100. Mal sagen will: „Öh du schaffst das eh nicht. Versuchs gar nicht erst und schau lieber eine Runde Quacksalber und co., du Versager“. Wenn dir diese Stimme wieder eintrichtern will, was alles schiefgehen wird, vergiss sie einfach. Lass sie links liegen und gib deine ganze Power dem Moment und dem, das du tun wolltest, ohne die vermeintlich schlimmen Folgen zu beachten. Mach einfach. Die Früchte werden von alleine kommen. Wenn du einen Vortrag verfasst, konzentriere dich 100% aufs Schreiben und nicht darauf, wie du es vortragen wirst. Wenn du jemanden ansprichst, der dir gefällt, konzentriere dich 100% aufs Ansprechen und nicht auf das, was gleich passieren wird oder was daraus werden kann. Wenn du Tomaten pflanzt, konzentriere dich 100% aufs Pflanzen und nicht darauf, ob die Tomate komisch aussehen oder schmecken wird. Diese Übung ist sehr effektiv, falls Ängste an die Zukunft dir die Energie rauben.

Vergiss dich einmal selbst und was passieren wird und mach einfach. Konzentriere dich auf das Machen. Konzentriere dich auf die Welt außerhalb von dir, nicht auf die Welt in deinem Kopf. Die Zukunft gibt es nicht wirklich. Sie ist deine Fantasie. Genau wie die Vergangenheit. Diese existieren nur in deinem Kopf. Das einzige was wirklich existiert, ist der jetzige Moment. Er ist das einzige, wodurch du etwas beeinflussen kannst, also widme ihm deine volle Aufmerksamkeit. Dadurch kannst du trotzdem planen und abwägen, aber du lässt alle Sorgen einfach fallen und legst dein Schicksal in die Hand des Lebens. Dazu muss man sein Ego hintenanstellen und sich einfach ins Abenteuer stürzen, was eine große Portion Mut erfordert. Diesen Schritt muss man selbst gehen. Keiner wird einem das abnehmen. Das bedeutet nicht, seinen gesunden Menschenverstand komplett auszuschalten und unbedachte Risiken einzugehen. Es bedeutet nur, seine Energie nicht mehr sinnlos mit Zweifeln zu verschleudern. Stattdessen wirst du deinen Fokus auf deinen Handlungen haben, was ihnen unglaublich mehr Effektivität verleiht.

Im Prinzip geht es nur darum, von den sorgenvollen Gedanken an die Zukunft wegzukommen und die Aufmerksamkeit mehr in den Moment zu verschieben. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es oft einfach nicht klappt, weil die Gedanken zu stark und hartnäckig sind und so bedrohlich und wichtig erscheinen, dass man sie anscheinend unmöglich ignorieren kann. Deswegen bin ich dabei eine genaue Anleitung zu verfassen, die dir in solchen Fällen weiterhilft und dir zeigt, wie du mit deiner Angst präsent bleiben kannst.

 

Es ist auch eine powervolle Übung, sich sein Ziel mental in allen Einzelheiten vorzustellen. Dazu werde ich auch noch etwas schreiben. Pass aber auf, dass du den entscheidenden Schritt nicht vergisst und am Ende den Dingen freien Lauf lässt, wie oben beschrieben, sonst wird die Angst dich überrumpeln und lähmen.

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